flughafen-zuerich.ch

Seitenanfang: Liste der Access-Keys

Breadcumb Navigation:

News Center


15.04.2003

Verschärfte deutsche Verordnung zwingt Flughafenbetreiberin zu Anpassung des Betriebsreglements

Unique (Flughafen Zürich AG) hätte aus betrieblichen Gründen gerne die heutigen An- und Abflugrouten beibehalten.

Obwohl Unique (Flughafen Zürich AG) aus betrieblichen Gründen für die Beibehaltung der heutigen An- und Abflugrouten ist, musste die Flughafenbetreiberin zur Umsetzung der verschärften Verordnungen von Deutschland beim Bundesamt für Zivilluftfahrt, BAZL, Antrag für Anpassung des Betriebsreglements stellen. Die Flughafenbetreiberin hat sich mehrfach ausdrücklich gegen zusätzliche Ostanflüge und neue Südanflüge auf Grund des Staatsvertrages oder deutscher Verordnungen gestellt. Unique (Flughafen Zürich AG) geht davon aus, dass der Bund im Interesse der gesamtschweizerischen Wirtschaft alles daran setzt, die deutschen Verordnungen mit allen Mitteln zu bekämpfen. Unique (Flughafen Zürich AG) selbst wird alle Rechtsmittel ausschöpfen.

Zürich-Flughafen, 16. April 2003; Nach der Ablehnung des Staatsvertrages durch den Ständerat am 18. März 2003, die zum Ausdruck brachte, dass das Schweizer Parlament keine Einschränkungen am Flughafen Zürich und keine Diskriminierung der Schweizer Bevölkerung akzeptiert, hat Deutschland eine Verschärfung der Flugbeschränkungen über Süddeutschland verhängt. Sie wird am 17. April 2003 in Kraft treten. Um den Flugbetrieb für ihre Kunden, vor allem für den Homecarrier SWISS auch mit den neuen Auflagen ordnungsgemäss abwickeln zu können, wurde Unique (Flughafen Zürich AG) vom Bund aufgefordert, beim Bundesamt für Zivilluftfahrt BAZL, einen Antrag für die Anpassung des Betriebsreglements einzureichen. Der Entscheid des BAZL liegt nun vor. Die beantragten Änderungen wurden angeordnet.

Phase 1 der verschärften Verordnung
Im Wesentlichen geht es ab 17. April 2003 darum, die neue Nachtsperre über deutschem Hoheitsgebiet an Werktagen in der Zeit von 21.00 bis 07.08 Uhr (Verlängerung gegenüber aktuellem Betrieb um je eine Stunde morgens und abends) einzuhalten. Betroffen von dieser Massnahme sind rund 10 Landungen am Morgen und rund 20 Landungen am Abend. Um den Betrieb des Flughafens Zürich während der publizierten Öffnungszeiten zu gewährleisten, sind während den von Deutschland verfügten neuen Sperrzeiten Änderungen des Anflugregimes notwendig. Während den verlängerten Sperrzeiten werden die Anflüge gleich wie während den bis anhin geltenden Sperrzeiten über die Piste 28 abgewickelt.

Die zusätzliche Verschärfung dürfte vor allem in der Übergangszeit zu Verspätungen im Flugverkehr führen, auch wenn diese, als Folge des rückläufigen Verkehrsaufkommens geringer ausfallen dürften, als ursprünglich befürchtet. Da zur Umsetzung der geänderten deutschen Verordnung nur 10 Tage zur Verfügung standen und die angehobenen Mindestflughöhen Anpassungen der Anflugverfahren erfordern, werden die Landeraten durch Skyguide vorübergehend reduziert.

Phase 2 der verschärften Verordnung
Ab 10. Juli 2003 sollen Ausnahmen während den Sperrzeiten von deutscher Seite nur noch bei mangelnder Sicht zugestanden werden. Das könnte bedeuten, dass Langstreckenflugzeuge in den frühen Morgenstunden bei gewissen Bedingungen (z.B. nasse Piste) nicht mehr in Zürich landen könnten, weil die Piste 28 mit 2500 m zu kurz wäre. Dies würde zumindest gelten, bis Anflüge über die Piste 34 abgewickelt werden können. Unique ist der Ansicht, dass in der verbleibenden Zeit bis zum Inkrafttreten der strengeren Ausnahmeregeln auf Bundesebene eine einvernehmliche Lösung mit Deutschland gefunden werden muss, um Ausweichlandungen auf andere Flughäfen zu vermeiden. Von deutscher Seite wurde immer betont, dass es nicht die Absicht sei, den Betrieb des Flughafens Zürich einzuschränken oder ihm gar wirtschaftlichen Schaden zuzufügen.

Weitere News & Informationen vom Flughafen

Fusszeile: