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24.04.2003

Unique (Flughafen Zürich AG): Zahlreiche Anwohnerklagen aufgrund verschärfter deutscher Verordnungen

Seit Donnerstag letzter Woche gelten die verschärften Verordnungen, die Deutschland nach dem Nein des Ständerates zum Staatsvertrag erlassen hat. Unique (Flughafen Zürich AG) erreichten am Osterwochenende und im Verlauf der darauf folgenden Tage zahlreiche Klagen. Diese kamen vor allem von Bewohnern im Osten des Flughafens Zürich. Die Flughafenbetreiberin ist selbst gegen diese zusätzlichen Ostanflüge und gegen Südanflüge, muss aber den Flugbetrieb auch angesichts der Einschränkungen aus Deutschland gewährleisten.

Am vergangenen Wochenende trafen aufgrund der verschärften Verordnungen (siehe Medienmitteilung vom 16.4.2003), die Deutschland zusätzlich zu den bereits bestehenden Verordnungen - Nachtsperre, Wochenend- und Feiertagsregelung - erlassen hatte, 80 Beschwerden von Anwohnern ein. An jedem Wochentag erhält das persönlich besetzte Lärmtelefon im Schnitt weitere 20 Anrufe verärgerter Anwohner. Die meisten Anrufer leben östlich des Flughafens und sehen sich als Opfer der einseitig von Deutschland beschlossenen Massnahmen.
Unique (Flughafen Zürich AG) hat sich immer gegen zusätzliche Ostanflüge aufgrund deutscher Begehrlichkeiten ausgesprochen und sich sowohl gegen den Staatsvertrag als auch gegen die Verordnungen gewehrt. Trotz dieser Haltung musste Unique (Flughafen Zürich AG), um den Flugbetrieb selbst bei dem branchenbedingten geringeren Luftverkehrsaufkommen überhaupt aufrecht erhalten zu können, dem Bund entsprechende Änderungen des Betriebsreglements beantragen. Ausserdem mussten bereits unfreiwillig Investitionen in Höhe von bislang 15 Millionen Franken getätigt werden.

Die Flughafenbetreiberin sieht die Bevölkerung rund um den Flughafen gegenüber den Süddeutschen klar diskriminiert und sich selbst aufgrund der Kapazitätsbeschneidungen und dem Investitionszwang gegenüber anderen Flughäfen stark im Wettbewerbsnachteil.

Ebenso wie mit den vermehrten Anflügen von Osten verhält es sich mit den Südanflügen. Unique (Flughafen Zürich AG) muss auch hier Investitionen (Instrumentierung der Pisten, Dachziegelklammerungen) tätigen, obwohl die Flughafenbetreiberin sich ausdrücklich für die seit Jahrzehnten bewährte Nordausrichtung (Ostanflüge nur bei bestimmten Wetterlagen) für Landeanflüge eingesetzt. Die Konzentration des Anflugverkehrs mit Nordausrichtung macht topografisch, meteorologisch, raumplanerisch und unter Umweltaspekten Sinn. Die durch die deutschen Verordnungen erzwungen Südanflüge werden aller Voraussicht nach im Frühjahr 2004 möglich sein.

Unique (Flughafen Zürich AG) erwartet vom Bund, dass er sämtliche rechtlichen und politischen Mittel ergreift, welche ihm zur Verfügung stehen, um gegen die deutsche Umsetzung des nicht ratifizierten Staatsvertrages vorzugehen und damit dem Willen des schweizerischen Parlamentes nachzukommen.

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