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12.04.2005

Änderung des Anflugverfahrens auf die Piste 34

Ab dem 30. April 2004 wird als Folge der deutschen Verschärfung der Ausnahmeregel für Nordanflüge ein neues Anflugverfahren eingeführt.

Ab 30. April 2004 verschärft Deutschland die Ausnahmeregel für Nordanflüge während der deutschen Sperrzeiten. Um die Forderungen zu erfüllen, muss auf dieses Datum der Localizer (Landekurssender, LOC) für die Piste 34 in Betrieb genommen und das Anflugverfahren für Südanflüge entsprechend geändert werden. Die Mindestsichtweite für Südanflüge werden auf 2500 Meter gesenkt, diejenige für Ostanflüge bleibt vorderhand bei 4500 Metern. Eine weitere Senkung des Sichtminimums wird voraussichtlich von Deutschland per Oktober 2004 mit Einführung des ILS (Instrumentenlandesystem)-Verfahrens gefordert. Die damit verbundenen zusätzlichen Ost- und Südanflüge stehen in klarem Widerspruch zur Überzeugung von Unique (Flughafen Zürich AG), die unverändert die Nordausrichtung anstrebt, wie sie in den vergangenen fünfzig Jahren praktiziert wurde.

Am 30. April 2004 werden die Bedingungen (Sichtminimum), die in Ausnahmefällen während der deutschen Sperrzeiten Nordanflüge ermöglichen, von deutscher Seite verschärft. Wie bereits bei der Einführung der Südanflüge per 30. Oktober 2003 angekündigt, finden deshalb als Vorstufe der ILS-Anflüge ab 30. April 2004 die Anflüge von Süden mit einem neuen Anflugverfahren statt. Bisher wurde mit dem VOR/DME-Verfahren (Drehfunkfeuer und Distanzmessgerät) angeflogen. Ab 30. April 2004 wird der Localizer (LOC, Landekurssender) in Betrieb genommen und die Piste 34 mittels LOC/DME-Verfahren angeflogen. Die Sichtminima sinken von 4'500 m Sicht und 1'200 Fuss (ca. 393 m) Wolkenuntergrenze auf 2'500 m Sicht und 800 Fuss (ca. 262 m) Wolkenuntergrenze.

Der Streubereich der anfliegenden Flugzeuge wird gegenüber heute wesentlich kleiner und der Anflugkorridor wird um 2,5 Grad nach Westen verschoben. Gleichzeitig wird der Gleitwinkel statt heute 3.5 Grad neu 3.3 Grad betragen. Dieser Anflugwinkel basiert auf den Faktoren Fliegbarkeit, Lärmauswirkungen und Flugsicherheit. Die Flugzeuge werden auch beim geänderten Anflugverfahren auf einer Höhe von 6000 Fuss auf die Pistenachse einschwenken. Ende Oktober 2004 wird es noch einmal eine Verschärfung der Bedingungen (Einführung ILS auf Piste 34) geben. Die genauen Sichtwerte sind heute noch nicht bekannt. Sie werden, wie im Protokoll der beiden Verkehrsminister am 26. Juni 2003 festgehalten, acht Wochen vor dem Einführungstermin von Deutschland überprüft.

Mit der Inbetriebnahme des Localizers sind mehr Südanflüge (morgens und abends) zu erwarten. Das bedeutet, dass vom 30. April 2004 bis 29. Oktober 2004 in rund 15 % der gesamten Zeit mit abendlichen Südanflügen aufgrund von Sichtverhältnissen oder Bise gerechnet werden muss.

Seit Einführung der Südanflüge am 30. Oktober 2003 wurden bis Ende März 2004 von den total 48’788 in Zürich erfolgten Landungen 1’899 (3,9 %) auf der Piste 34 durchgeführt. 5’367 Landungen (11,0 %) erfolgten auf der Piste 28 (inkl. Landungen bei Westwind) und 41’522 Landungen (85,1 %) fanden auf den Pisten 14 und 16 statt.

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