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19.02.2007

Flughafen Zürich: Wiedereröffnung Dock B für Umsetzung Schengen geplant

Unique (Flughafen Zürich AG) plant für die Umsetzung des Volksentscheids zu Schengen den Um- und Ausbau des Docks B sowie den Bau eines Busgates. Durch die Baumassnahmen wird die Trennung der Passagierströme in Schengen- und Non Schengen-Reisende ermöglicht. Um flexibel auf künftige Sicherheitsvorschriften reagieren zu können, werden zudem die Passagierkontrollstellen innerhalb eines zentralen Gebäudes zwischen den Check-ins 1 und 2 zusammengefasst. Die Finan-zierung wird aus laufenden Betriebsmitteln und Kreditaufnahmen am Kapitalmarkt getätigt, die Refinanzierung erfolgt über Gebührenanpassungen.

Die Schweizer Stimmbürger haben anlässlich der Volksabstimmung vom 5. Juni 2005 dem Beitritt der Schweiz zu Schengen im Rahmen der Bilateralen Abkommen zugestimmt. Die Schengen-Staaten schaffen die systematischen Personenkontrollen an den gemeinsamen Grenzen ab. Als Binnenland innerhalb des Schengenraumes bilden die Schweizer Landesflughäfen – so auch der Flughafen Zürich – ab der Umsetzung die einzigen Aus-sengrenzen im Personenverkehr. Nach der Umsetzung des Schengen-Abkommens erfolgt die Passkontrolle nicht mehr beim Übertritt vom öffentlichen in den nicht-öffentlichen Be-reich, sondern beim Übertritt der Schengen-Grenze. Dies gilt sowohl für Lokal- als auch für Transferpassagiere.

EU-Kompatibilität Schengen
Die Trennung der Passagiere nach Schengen und Nicht-Schengen erfordert mehr Platz, was zu einem Rückgang der Gatekapazität führt. Je flexibler die Infrastrukturen eingesetzt werden können, desto geringer fällt die Kapazitätsreduktion aus. Daher erfolgt der Um- und Ausbau des Docks B in zweistöckiger Ausführung. Die Fluggastbrücken können sowohl für Schengen- als auch für Non Schengen-Verkehr genutzt werden. Zudem ist der Bau eines Busgates auf dem heutigen Areal 102 (ehemaliger Standort des provisorischen Busgates C) vorgesehen. Das heute als Eventdock genutzte Gebäude wird noch bis Ende 2007 für Veranstaltungen zur Verfügung stehen. Falls Schengen – wie zurzeit vom Bund geplant – im Herbst 2008 eingeführt wird, würde das Busgate auf den Einführungstermin in Betrieb genommen, das Dock B auf Ende 2009.

EU-Kompatibilität Sicherheit
Die laufend strenger werdenden Sicherheitsauflagen resultieren in teilweise längeren Wartezeiten an den Sicherheitskontrollen und führen zu steigenden Kosten. Bei der Einführung der Einschränkungen für Flüssigkeiten im Handgepäck (siehe Medienmitteilung vom 2. November 2006) beispielsweise konnten nur durch die Aufstockung personeller, finanzieller und infrastruktureller Ressourcen grössere Qualitätseinbussen für die Passagiere vermieden werden. Unique (Flughafen Zürich AG) zentralisiert die bisher auf verschiedene Docks verteilten Sicherheitskontrollen neu an einem einzigen Standort – zwischen den Check-ins 1 und 2 – vor dem Airside Center. Damit wird für den Fluggast der Aufenthalt am Flughafen Zürich noch berechenbarer und planbarer. Diese Variante deckt zudem mittelfristig den Kapazitätsbedarf an Sicherheitskontrollen und schafft Flexibilität für die Umsetzung der jeweiligen Sicherheitsvorgaben auf EU-Ebene. Die heutigen dezentralen Passkontrollstellen werden nicht mehr benötigt, die Flächen werden künftig kommerziell genutzt. Der beabsichtigte Inbetriebnahmezeitpunkt für die zentrale Sicherheitskontrolle ist für Ende 2009 vorgesehen. Mit der Zusammenfassung zu einer zentralen Pass- und Sicherheitskontrolle erhöhen sich Nutzen, Berechenbarkeit und Komfort für die Passagiere.

Refinanzierung Umsetzung EU-Kompatibilität
Die Vorgaben im Bereich der EU-Kompatibilität werden von der EU und den Aufsichtsbehörden ausgelöst, die für die Umsetzung anfallenden Kosten können von der Flughafenbetreiberin nicht beeinflusst werden. In die Umsetzung der EU-Kompatibilität investiert Unique (Flughafen Zürich AG) in den nächsten drei Jahren rund 300 Millionen Schweizer Franken. Die Betriebskosten für Sicherheit werden allein im Geschäftsjahr 2007 um rund 25 Millionen Franken zunehmen. Da die EU und der Bund keine Mittel zur Finanzierung dieser Massnahmen bereits stellen, werden Anpassungen des Anteils an Sicherheitskosten innerhalb der Passagiergebühren unvermeidlich. Die Finanzierung der Investition erfolgt circa zu 50 Prozent aus vorhandenen Mitteln, die restlichen Mittel werden auf dem Kapitalmarkt aufgenommen. Die Refinanzierung der Kosten erfolgt über eine Anpassung der Sicherheitsgebühr innerhalb der Passagiergebühren von durchschnittlich vier Schweizer Franken (Lokal- und Transferpassagiere zahlen unterschiedlich hohe Passagiergebühren) per 1. Juli 2007. Die Umsetzung der EU-Kompatibilität soll nach erfolgter Gebührenanpassung für Unique (Flughafen Zürich AG) kostendeckend ausfallen.

Transparenz im Bereich Sicherheitskosten
Die Umsetzung von Sicherheitsmassnahmen ist einer der grössten Kostenblöcke der Flughafenbetreiberin und betrug im vergangenen Jahr über 100 Millionen Franken. Um gegenüber dem Passagier und den Behörden Transparenz über dieses grosse Kosten-segment zu geben, wird Unique (Flughafen Zürich AG) ab dem Geschäftsbericht 2007 die Sicherheitskosten in einem separaten Segment darstellen. Zudem wird die bisherige Pas-sagiergebühr neu in die drei Kategorien "Passagiergebühr" (zur Refinanzierung der eigentlichen Passagierinfrastruktur), "Sicherheitsgebühr" und "Lärmgebühr" aufgeteilt und separat ausgewiesen. Damit nimmt Unique (Flughafen Zürich AG) die vom Bund angedachte und am 16. Februar 2007 vorgestellte "Fondslösung" der Sicherheitskosten bereits vorweg.

Voraussetzungen
Die definitive Umsetzung der Anpassungen an Schengen hängt vom tatsächlichen Einführungstermin von Schengen, vom Abstimmungsergebnis der Plafonierungsinitiative im Kanton Zürich sowie von der Verkehrsentwicklung in den kommenden Monaten ab.

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