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11.06.2009

Europäisches Luftraumprojekt gestartet

Mit dem Projekt SESAR (Single European Sky ATM (Air Traffic Management) Research) wird die Grundlage für effizienteren Luftverkehr geschaffen. Bis ins Jahr 2020 sollen der Luftraum über Europa vereinheitlicht und ein modernisiertes Luftverkehrsmanagement implementiert sein.

Führende Unternehmen der europäischen Luftverkehrsindustrie, darunter auch die Zürcher Flughafenbetreiberin Unique (Flughafen Zürich AG), haben heute in Brüssel insgesamt 16 Verträge unterzeichnet mit dem Ziel, die Single European Sky (SES) Initiative der Europäischen Kommission umzusetzen. Die einzigartige, auf sieben Jahre angelegte Kooperation will einen gemeinsamen europäischen Luftraum unabhängig von Staatsgrenzen schaffen. Dieser soll sich ausschliesslich an betrieblichen Erfordernissen orientieren und so bis ins Jahr 2020 zu einem sicheren, effizienten und wirtschaftlichen Ablauf des Flugverkehrs in Europa beitragen. Unique (Flughafen Zürich AG) engagiert sich mit rund 4 Millionen Schweizer Franken in Form von Personalressourcen von Experten am europäischen Projekt.

Unter dem Projektnamen SESAR (Single European Sky ATM (Air Traffic Management) Research) arbeiten künftig Vertreter europäischer Flugsicherungen, Flugzeughersteller, Flughafenbetreiber, Fluggesellschaften und Systemhersteller für die Luftfahrtindustrie Hand in Hand an der Modernisierung und Effizienz des europäischen Luftverkehrsmanagements. So soll SESAR die Koordination und Konzentration von relevanten Forschungs- und Entwicklungsprojekten der beteiligten Unternehmen sicherstellen mit dem Ziel, den Anforderungen der künftigen Luftverkehrsentwicklung in Europa gerecht zu werden. Den Flughäfen als Knotenpunkte des europäischen Luftverkehrsnetzwerks kommt eine zentrale Aufgabe zu, denn hier herrscht die grösste Verkehrsdichte und hier läuft auch ein Grossteil der Daten zusammen.

Flughäfen spielen entscheidende Rolle
Einer der zentralen Punkte des SESAR-Projekts ist die ganzheitliche Betrachtung des Luftverkehrs. Ein Flug wird damit nicht mehr nur vom Abheben bis zum Aufsetzen am Zielflughafen betrachtet, sondern als kontinuierliche Prozesskette. Für die Optimierung des Luftverkehrs, wie sie von SESAR angestrebt wird, spielen Flughäfen somit eine entscheidende Rolle.

Unique (Flughafen Zürich AG) hat aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens auf relativ kleiner Fläche in Zürich bereits über viele Jahre sowohl im täglichen Betrieb als auch in Forschungs- und Entwicklungsprojekten umfassendes Know-how bei der Bodenverkehrsführung und im Bereich Verkehrssteuerung erarbeitet. Dieses will die Flughafenbetreiberin zur Definition und Weiterentwicklung neuer Standards in SESAR einbringen. Thomas Kern, CEO Unique (Flughafen Zürich AG) macht dazu deutlich: "Wir glauben an den Erfolg des SESAR-Projekts und damit an eine Verbesserung der Situation im Schweizer Luftraum."

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