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28.10.2009

SIL-Prozess: Weniger Lärmbetroffene mit der Variante "J optimiert"

Die Flughafen Zürich AG favorisiert im SIL-Prozess die Variante "J optimiert". Diese führt von allen Varianten in der Summe zur kleinsten Anzahl Lärmbetroffener. Gleichzeitig weist die Flughafenbetreiberin darauf hin, dass mit keiner der vorliegenden Betriebsvarianten die prognostizierte Nachfrage abgedeckt werden kann.

Der Sachplan Infrastruktur der Luftfahrt (SIL) ist das Raumplanungsinstrument des Bundes. Im laufenden SIL-Prozess sollen unter der Leitung des Bundes die zukünftige Entwicklung des Flughafens Zürich und die Raumplanung in der Region festgelegt werden. Der Planungshorizont beträgt rund 25 Jahre. Im August dieses Jahres wurde der Schlussbericht in die Vernehmlassung gegeben. Unique (Flughafen Zürich AG) hat auf fachlicher Ebene am SIL-Prozess mitgewirkt und erachtet den vorliegenden Schlussbericht als sachlich fundiert.

Flughafen Zürich AG favorisiert Variante "J optimiert"
Von den drei noch zur Diskussion stehenden Betriebsvarianten favorisiert die Flughafen Zürich AG die Variante "J optimiert". Diese basiert auf einer Verlängerung der Piste 28 und schneidet in Bezug auf die Anzahl Lärmbetroffener bei gleicher Kapazität deutlich besser ab als die übrigen Varianten inklusive des Status Quo. Es liegt nun am Bund, möglichst rasch eine Entscheidung zu fällen und damit Rechts- und Planungssicherheit für den Flughafen und die Flughafenregion zu schaffen. Die rasante Siedlungsentwicklung im Glattal und im Zürcher Unterland zeigt, wie dringend eine rechtzeitige raumplanerische Vorsorge ist.

Kapazitätsengpass absehbar
Die Flughafen Zürich AG hält in ihrer Stellungnahme zum SIL-Schlussbericht in aller Deutlichkeit fest, dass die prognostizierte Nachfrage mit allen drei im Bericht diskutierten Varianten bereits mittelfristig nicht mehr befriedigt werden kann. Mit dem Entscheid, die "Variante P" (Raumsicherung für eine Parallelpiste) nicht weiter zu verfolgen, hat das UVEK bereits im Juli 2008 die Variante fallen gelassen, welche langfristig die Nachfrage hätte bewältigen können. Im Klartext bedeutet dies, dass die Gesamtkapazität der Luftfahrt in der Schweiz bewusst begrenzt und damit ein Nachfrageüberhang geschaffen wird.

Starts nach Süden geradeaus
Nach dem Vorentscheid des Bundes, ein Parallelpistensystem zu verwerfen, ist eine Steigerung der für eine interkontinentale Verkehrsdrehscheibe wichtigen Stundenkapazität nur noch mit Starts nach Süden geradeaus möglich. Aus Sicht der Flughafenbetreiberin ist es deshalb zweckmässig, die Starts nach Süden geradeaus in den SIL aufzunehmen und damit die raumplanerische Sicherung vorzunehmen. Eine raumplanerische Sicherung ist jedoch nicht mit einer Einführung gleichzusetzen. Eine solche müsste über eine Betriebsreglementsänderung beantragt werden und unterliegt dem Vetorecht des Standortkantons Zürich.

Der SIL-Prozess am Flughafen Zürich
Im Laufe des aktuellen SIL-Prozesses waren 19 mögliche Betriebsvarianten für den Flughafen Zürich ausgearbeitet und anlässlich der Koordinationsgespräche präsentiert worden. Im Juli 2008 wurde nach dem Koordinationsgespräch III durch den Bund entschieden, die drei Varianten "E optimiert", "E DVO" und "J optimiert" weiter zu bearbeiten. Für diese wurden anschliessend detaillierte Lärmberechnungen erstellt.

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