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18.11.2010

Gesuch für erstes satellitengestütztes Anflugverfahren eingereicht

Die Flughafen Zürich AG will ein satellitengestütztes Anflugverfahren einführen und hat das entsprechende Gesuch beim Bundesamt für Zivilluftfahrt eingereicht. Die bestehenden Flugwege ändern sich nicht.

Neue Navigationsverfahren in der Luftfahrt könnten in Zukunft effizientere Flugwege erlauben. Diese Flugverfahren stützen jeweils auf Satellitennavigation ab und stehen erst am Anfang ihrer Entwicklung. Die Flughafen Zürich AG ist in verschiedenen Projekten auf nationaler und europäischer Ebene in die Erarbeitung und Einführung solcher Verfahren involviert.

Die Flughafen Zürich AG hat beim Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) die Einführung eines satellitengestützten Anfluges am Flughafen Zürich beantragt. Es handelt sich dabei um den Anflug von Norden auf die Piste 14. Die bisherigen Flugwege ändern sich beim beantragten Anflug nicht. Der Betrieb mit den dafür ausgerüsteten und zertifizierten Linienflugzeugen soll im März 2011 beginnen. Das Anflugverfahren wurde im Rahmen des Programms „CHIPS“ zur Einführung satellitengestützter An- und
Abflugverfahren in der Schweiz in enger Zusammenarbeit mit Skyguide, Swiss und dem BAZL ausgearbeitet.

Anstatt den Leitstrahlen des Instrumentenlandesystems (ILS) zu folgen, fliegen Piloten entlang von GPS-Wegpunkten mit Höhenangaben (RNAV/GNSS-Approach). Diese Punkte sind im dreidimensionalen Raum genau definiert und können von entsprechend ausgerüsteten Flugzeugen angesteuert werden. Dies geschieht in der Regel automatisch und die Darstellung im Cockpit erfolgt auf den herkömmlichen Displays. Die internationale Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) verlangt die Einführung derartiger Verfahren als Backup für bestehende Präzisionsanflüge bis spätestens 2016. Die Regeln der ICAO erlauben allerdings zurzeit noch keine Anflüge mit satellitengestützten Verfahren bei schlechter Sicht. Aus diesem Grund bleiben die bestehenden Instrumentenlandesysteme am Flughafen Zürich nach wie vor im Einsatz und der RNAV/GNSS-Approach wird als zusätzliches Verfahren eingeführt.

Erster Anflug durchgeführt

Im Rahmen des Bewilligungsprozesses konnte die Fluggesellschaft Swiss Mitte November 2010 in Zürich bereits einen ersten RNAV/GNSS-Anflug mit einem Airbus A321 durchführen. Dieser schweizweit erste satellitengestützte Anflug eines Linienflugzeugs erfolgte ohne Passagiere an Bord im Rahmen eines Werksflugs. Zuvor war das Anflugverfahren nach den üblichen Berechnungsmethoden entwickelt, vom BAZL geprüft und mit Hilfe eines speziell dafür ausgerüsteten Messflugzeugs validiert wurde. Sofern das Verfahren vom BAZL bewilligt wird, erfolgt im Frühjahr 2011 die Inbetriebnahme des Anflugverfahrens.

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