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20.10.2015

5 Fragen an Roland Hunziker

Die Rubrik befragt eine Person, die am Flughafen Zürich etwas bewegt. Heute antwortet Roland Hunziker, Manager IT & Coordination Development bei Slot Coordination Switzerland.

Roland Hunziker

Wer ist die Slot Coordination Switzerland?
Wir sind eine kleine Non-Profit-Organisation. Neben unserem Geschäftsführer und seiner Assistentin sind wir zwei Koordinatoren hier in Zürich. Eine Kollegin kümmert sich um die Slot Koordination am Flughafen Genf, wo sie auch stationiert ist. Wir sind eine eigenständige Firma und haben die Rechtsform eines Vereins. Gegründet wurde unser Unternehmen 2004 im Zusammenhang mit den bilateralen EU-Abkommen. Diese besagen, dass die Flughafenkoordination unabhängig sein muss.

Und was machen Sie und Ihre Kollegen genau?
Unser Kerngeschäft ist die Zuteilung der Airport Slots, also Start- und Landezeiten für sämtliche Fluggesellschaften. Wir planen alle Flugbewegungen der Airlines in Zürich und Genf. Nehmen wir die Swiss als Beispiel: Unser Homecarrier teilt uns mit, dass er einen zusätzlichen täglichen Flug von/nach Boston anbieten möchte. Sofern dieser Flug in das Kapazitätsgerüst des Flughafens Zürich passt, bekommt die Swiss den gewünschten Airport Slot, also das Recht, die Infrastruktur am Flughafen Zürich von der Landung bis zum Start zu benutzen. Momentan koordinieren wir die Planung der Sommersaison 2016. Die komplexen Kapazitätsgerüste der Flughäfen Zürich und Genf dienen dabei als Gefäss, welches durch die Flugpläne der Fluggesellschaften gefüllt wird. Ziel ist, ihnen die bestmöglichen Slots zu geben und dabei die verfügbare Flughafenkapazität optimal zu nutzen. Unsere Arbeit bedingt einen engen Kontakt mit allen Airlines. Zweimal jährlich trifft man sich auch face-to-face an der IATA Slot Konferenz.

Ist die Slot Konferenz ein Highlight Ihrer Arbeit?
Ja, die Slot Konferenz ist mit Sicherheit ein Höhepunkt meiner Arbeit. Auch wenn diese drei- bis viertägigen Treffen mit 20 bis 30 Meetings pro Tag und fast 1‘000 Teilnehmern wahnsinnig intensiv sind, erachte ich die Slot Konferenz als überaus wichtig. Speziell der persönliche Kontakt mit den Kollegen der Fluggesellschaften ist für uns wesentlich und sehr wertvoll.

Seit wann arbeiten Sie am Flughafen Zürich?
Ich bin ein richtiges Flughafenkind. 1979 machte ich eine Luftverkehrslehre bei der Swissair und arbeitete dabei vom Check-in und Lost & Found bis zur Fracht fast überall einmal. Später war ich als Ablöse an Swissair-Aussenstandorten, unter anderem in Kuwait, Lagos und Lissabon, bevor ich über zwei Jahre als Stations- und Verkaufsleiter in Moskau verbrachte. Mein Aviatik-Hintergrund und all meine bisherigen Tätigkeiten helfen mir bei meinen heutigen Aufgaben. Ich habe ein Verständnis dafür entwickelt, wie Fluggesellschaften ihre Planungen machen, habe ein gutes Gesamtbild des komplexen Systems Flughafen und kenne die Zusammenhänge, Abhängigkeiten und Key Players.

Wo liegt der Ursprung Ihrer Faszination für die Fliegerei?
Der Ursprung liegt wohl in den Sternen. Ich wollte immer Astronaut werden und weiss noch, wie ich als Kind am Bildschirm des gemieteten Fernsehers geklebt und die Mondlandungen mit angehaltenem Atem verfolgt habe. Ich bin zwar nicht Astronaut geworden, aber meine tägliche Arbeit birgt Herausforderungen ähnlicher Art, alle im Zusammenhang mit der Aviatik.

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