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19.06.2016

5 Fragen an Ercan Korhan, Mr. Shoe Care GmbH

Diese Rubrik befragt eine Person, die am Flughafen Zürich etwas bewegt. Heute antwortet Ercan Korhan, Inhaber der Mr. Shoe Care GmbH im Airside Center.

Ercan Korhan

Sie arbeiten seit 19 Jahren am Flughafen Zürich und führen erfolgreich die Mr. Shoe Care GmbH. Was ist das Geheimnis Ihres Erfolges?
Wahrscheinlich meine Erfahrung und mein Motto: "Sei der Beste in dem was du tust oder lass es lieber ganz sein." Qualität ist mein Ziel. Und dieses erreiche ich, indem ich immer dranbleibe. Ich arbeite mit meinen eigenen Produkten, die ich selbst herstelle. Zudem war ich vor dem Schuhputzen 20 Jahre lang als Schuhmacher beim Schweizer Schuhhersteller Bally tätig. Das bringt mir einen enormen Vorteil. Ich kenne alle möglichen Ledersorten und weiss, wie sie zu behandeln sind. Wenn ich von Passagieren höre, dass sie eigens wegen mir via Zürich reisen, weiss ich, dass ich auf dem richtigen Weg bin.

Wie sieht bei Ihnen ein "normaler" Arbeitstag aus?
Um 05:30 Uhr sitze ich an meinem Platz, bereit für den ersten Kunden. Die Passagiere sind schon früh unterwegs, denn die ersten Flüge gehen bereits kurz nach 06:00 Uhr. Morgens habe ich einen hohen Kundenandrang. Es sind vor allem Business-Leute, die meinen Service in Anspruch nehmen. Ab 07:00 Uhr folgt eine halbstündige Verschnaufpause, dann wieder eine Stunde Hochbetrieb und danach ist es jeweils wieder eine halbe Stunde lang ruhiger. Und so läuft das den ganzen Tag weiter, bis abends um 20:00 Uhr.

Wie sind Sie darauf gekommen, Ihre Dienste am Flughafen anzubieten?
Nach dem Verkauf des Schuhherstellers Bally ins Ausland musste ich mich beruflich umorientieren. In der Türkei, meinem Herkunftsland, ist das Schuhputzen sehr bekannt. Und so kam ich auf die Idee, den Service auch in der Schweiz anzubieten. Der Flughafen Zürich bot sich nach langen Recherchen als perfekter Standort an. Denn viele Passagiere checken mindestens eine Stunde vor dem Abflug ein und so bleibt ihnen genügend Zeit, sich von mir die Schuhe putzen zu lassen. Zudem ist der Flughafen Zürich ein toller Arbeitsplatz. Die Atmosphäre ist einzigartig.

Wie gross ist Ihre Sehnsucht, selbst in ein Flugzeug zu steigen und zu verreisen?
Das ist eine gute Frage, aber ich komme während meiner Arbeit gar nie auf den Gedanken, selbst wegzufliegen. Natürlich bin ich schon mehrere Male geflogen. Nach Madrid oder Barcelona; ich war schon an vielen Orten. Aber in letzter Zeit zieht es mich vor allem nach Hause in die Türkei.

Was war Ihr persönliches Highlight während Ihrer bisherigen Zeit am Flughafen?
Ich habe vieles erlebt. Ganz speziell ist mir aber dieses Erlebnis in Erinnerung geblieben: Es war in meiner dritten Woche am Flughafen Zürich. Früh morgens sass ich an meinem Platz und betreute einen Kunden. Ich schaute mich um und es war verdächtig ruhig für diese Zeit. Die Gänge waren leer und Passagiere waren weit und breit nicht zu sehen. Plötzlich kam eine ganze Schar Polizisten und Bodyguards in meine Richtung. Und dann sah ich ihn. Es war Michael Jackson höchst persönlich. Er kam näher und schritt weniger als einen Meter entfernt an mir vorbei. Ich sah zu ihm hoch und sagte: "Hi Michael" und er schaute zu mir herunter und erwiderte: "Hi man". Ich habe schon viele berühmte Menschen am Flughafen getroffen, aber Michael Jackson war ein echtes Highlight.

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