
20. April 2026
Unterwegs auf dem Vorfeld

von Dario Geiser
- Aviatik
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Flugzeuge manövrieren, Gepäck transportieren oder Passagiere begleiten – verschiedene Fahrerinnen und Fahrer geben Einblick in ihren Arbeitsalltag.
Pushback-Fahrer:in: Kraft für die grossen Maschinen
Wenn ein Flugzeug das Gate verlassen soll, kommt Tobias Fischer ins Spiel. Als Pushback-Fahrer stösst er Flugzeuge vom Standplatz zurück und bewegt sie über das Vorfeld. Sein Fahrzeug wirkt unscheinbar, hat es aber in sich. «Mit dem Pushback-Traktor kann ich Flugzeuge anheben und bewegen. Selbst Maschinen mit einem Gewicht von über 300 Tonnen lassen sich so manövrieren.», sagt er. Was einfach aussieht, verlangt höchste Konzentration. «Beim Schleppen oder Hangarieren muss man sehr viel beachten.» Besonders eindrücklich sind für ihn seltene Einsätze. «Grosse Frachtflugzeuge, Militärmaschinen oder Privatjets zu bewegen, ist jedes Mal etwas Besonderes.»
Tobias Fischer, Pushback-Fahrer, Swissport


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Marshaller: Präzision für die Orientierung im Gelände
Fabian Bettschen sorgt dafür, dass Flugzeuge sicher ihren Weg vom Standplatz zur Piste oder umgekehrt finden. Als Marshaller begleitet er Flugzeuge über die Rollwege oder winkt sie auf ihre Position ein. «Meine Arbeitsfläche ist dort, wo sonst kaum jemand hinkommt», sagt er. Sein Fahrzeug ist dafür bestens ausgerüstet mit Follow-Me-Anzeige, Drehlichtern und mehreren Funkgeräten. Die Nähe zu den Flugzeugen beeindruckt ihn immer wieder. «So nah am Geschehen zu sein, ist ein tolles Gefühl.» Gleichzeitig verlangt der Job volle Konzentration. «Beim Einwinken muss ich zu 110 Prozent bei der Sache sein.» Besonders wichtig ist die Zusammenarbeit mit den Apron Controllern. «Ohne einwandfreie Kommunikation funktioniert hier nichts.»
In dieser Podcast-Folge erfahrt ihr mehr darüber, wie es ist, den Flugzeugen den Weg zu weisen:
Fabian Bettschen, Marshaller


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Gepäckfahrer:in: Logistik im Hintergrund
Katja Fürst ist zuständig dafür, dass Gepäck zuverlässig ans Ziel kommt. Sie transportiert Gepäckstücke zwischen Sortierung, Flugzeug und Ankunft. «Nach dem Check-in denken die meisten kaum noch darüber nach, was mit ihrem Gepäck passiert», sagt sie. «Dabei steckt viel Koordination dahinter.» Auf dem Vorfeld braucht es volle Konzentration. Viele Fahrzeuge bewegen sich gleichzeitig rund ums Flugzeug. «Bei dichtem Nebel oder starkem Regen wird die Orientierung zur Herausforderung – manchmal sieht man das Flugzeug erst im letzten Moment.» Ihren Traktor nennt sie liebevoll «Ferrari» – trotz 25 km/h Höchstgeschwindigkeit. «Am schönsten ist es, wenn alles klappt und der Passagier sein Gepäck am richtigen Ort wieder entgegennehmen kann.»
Katja Fürst, Gepäckfahrerin, Swissport


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VIP Agent: Diskret unterwegs
Als VIP Agent betreut Claudia Suter VIP-Gäste persönlich während ihres Aufenthalts am Flughafen Zürich. Sie unterstützt die Gäste beim Check-in, begleitet sie durch das Terminal zur VIP-Lounge und fährt mit ihnen von dort auf dem Vorfeld direkt bis vors Flugzeug – oder nimmt den umgekehrten Weg für ankommende Gäste. «Timing und Diskretion sind das A und O», sagt sie. Ihr Arbeitsalltag ist geprägt von Abwechslung und spontanen Einsätzen. Besonders herausfordernd sind prominente Gäste. «Wenn Fans auftauchen, braucht es Fingerspitzengefühl.» Was sie besonders schätzt? «Kein Tag ist wie der andere.»
In dieser Podcast-Folge erfahrt ihr mehr über den VIP Service:
Claudia Suter, VIP Agent


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Buschauffeur / Buschauffeuse: Mittendrin im Geschehen
Veljko Tesic transportiert Passagiere sicher zwischen Gates und Flugzeugen. Mit seinem speziell für den Flughafen Zürich konzipierten Bus navigiert er über das Vorfeld. «Viele denken, es sei wie Busfahren im Strassenverkehr», sagt er. «Dabei ist man im sicherheitskontrollierten Bereich unterwegs und muss ständig aufmerksam sein.» Besonders unter Zeitdruck zeigt sich die Herausforderung. «Bei engen Turnarounds zählt jede Minute, aber Sicherheit hat immer Priorität.»
Veljko Tesic, Buschauffeur


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Ramp Safety Officer: Die Sicherheit im Zentrum
Daniel Vogt arbeitet jeden Tag dafür, dass auf dem Vorfeld alles sicher abläuft. Als Ramp Safety Officer überwacht er die Einhaltung der Bodenverkehrsordnung, führt Schulungen durch und nimmt Fahrprüfungen ab. «Sicherheit hat oberste Priorität», sagt er. Dafür ist er täglich auch auf dem Vorfeld und Rollwegen unterwegs und steht immer im engen Austausch mit verschiedenen Teams. Besonders fordernd sind Einsätze unter Zeitdruck oder bei schwierigen Bedingungen. «Dann muss man schnell und besonnen handeln.» Auch bei Prüfungen ist volle Konzentration gefragt. «Jede Situation ist anders.» Was ihn fasziniert? «Ich arbeite dort, wo die Luftfahrt greifbar wird. Kein Tag gleicht dem anderen. Langeweile gibt es hier nicht.»
In dieser Podcast-Folge erfahrt ihr mehr über die Ramp Safety:
Daniel Vogt, Ramp Safety Officer


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