Vorfeld

18. Februar 2026

Die Passagierzahlen übertreffen erstmals im Gesamtjahr wieder das Vorkrisenniveau

  • Politik

Lukas Brosi, Chief Executive Officer der Flughafen Zürich AG, zum Passagierrekordjahr 2025 und den für die Landesflughäfen zukunftsweisenden politischen Entscheide.

Geschätzte Leserinnen und Leser

Im Jahr 2025 sind 32.6 Millionen Passagiere über den Flughafen Zürich gereist. Damit übertreffen die Passagierzahlen erstmals im Gesamtjahr wieder das Vorkrisenniveau und markieren einen Höchstwert in der Flughafengeschichte. Das Bedürfnis nach Reisen und internationaler Mobilität der Bevölkerung ist hoch. Die Passagierzahlen motivieren uns, die damit verbundenen infrastrukturellen Herausforderungen anzugehen.

Herausforderungen gibt es auf der politischen Ebene. In diesem Jahr stehen mit der Revision des Luftfahrtgesetzes und der kantonalen Flughafen-Nachtruhe-Initiative zwei Schwerpunktthemen auf der Agenda. Die Nachtruhe-Initiative will die Betriebszeiten des Flughafens Zürich weiter einschränken. Werden die Betriebszeiten des Flughafens Zürich in Frage gestellt, wird auch das einzige interkontinentale Drehkreuz der Schweiz in Frage gestellt.

Mit der Revision des Luftfahrtgesetzes auf Bundesebene gilt es bei einigen Themen die gesetzlichen Grundlagen der Schweizer Luftfahrt zu schaffen bzw. an die aktuellen Bedürfnisse anzupassen. Auf Seite 4 und 5 lesen Sie unsere Position zur im Gesetz vorgesehenen Präzisierung der Besitzstandgarantie für die Landesflughäfen, den Elementen zur Erhöhung der Sicherheit auf den Flughäfen sowie zu den raumplanerischen Verfahrensmechanismen.

Der Gastbeitrag von Mitte-Nationalrat Philipp Kutter auf Seite 7 beleuchtet die volkswirtschaftliche Bedeutung der Schweizer Zivilluftfahrt, welche für eine Studie im Auftrag des BAZL berechnet wurde. Diese Studie kommt zum Schluss, dass die Region Zürich dank dem Flughafen die höchste Erreichbarkeit aller europäischen Regionen für Ziele innerhalb Europas aufweist und auch bei den interkontinentalen Verbindungen zur Spitzengruppe gehört. Diese ausserordentliche gute Erreichbarkeit der Schweiz ist keine Selbstverständlichkeit. Ihr gilt es Sorge zu tragen.

Auf kantonaler Ebene beschäftigt die kommende parlamentarische Beratung zur Flughafen-Nachtruhe-Initiative und den von der Kommission für Energie, Verkehr und Umwelt (KEVU) erarbeiteten Gegenvorschlag. Auf den Seiten 8 und 9 wiederholen wir die Haltung, dass eine weitere Reduktion der Betriebszeiten den Drehkreuzbetrieb ernsthaft gefährden würde. Von weiteren Auflagen für den Flughafen ist ebenso abzusehen. Initiative und Gegenvorschlag sind daher abzulehnen. Der Beitrag beleuchtet zudem, weshalb die Anzahl Flüge nach 23:00 Uhr trotz Passagierwachstum deutlich abgenommen haben.

Was die Flughäfen am Boden sind, ist die Flugsicherung in der Luft. Sie ist zentral für das Funktionieren der Luftfahrt. In der Schweiz übernimmt diese Rolle Skyguide. Auf Seite 10 erfahren sie mehr über das Gebührenmodell, das auf einer Nutzerfinanzierung basiert.

Ich wünsche Ihnen eine spannende Lektüre.

Lukas Brosi
Chief Executive Officer
Flughafen Zürich AG

Lukas Brosi

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