Orion von Ramp Safety

01. Juni 2026

Über Diana, Gusti und ein Zebra

von Corporate Communications

  • Aviatik

Wieso tragen die Fahrzeuge auf dem Vorfeld spezielle Namen?

Wer am Flughafen Zürich den Boden-Funkverkehr mithört, begegnet ungewöhnlichen Namen wie zum Beispiel «Diana», «Gusti» oder «Zebra». Was aufs erste Hinhören nach Kosenamen klingt, folgt in Wirklichkeit einem klar definierten System und erfüllt eine zentrale Aufgabe für die Sicherheit des Flugbetriebs.

Klare Namen für klare Kommunikation

Der Bodenverkehr am Flughafen Zürich ist komplex: Flugzeuge rollen, Fahrzeuge kreuzen Pisten und Einsatzfahrzeuge müssen koordiniert werden. Damit dabei keine Missverständnisse entstehen, braucht es eine eindeutige Kommunikation zwischen den Fahrzeugen auf dem Vorfeld und dem Kontrollturm. Hier kommen die Funkrufnamen, so genannte Call Signs, ins Spiel. Jedes Fahrzeug, das mit einem Funkgerät des Netzes «Blau 1» oder mit einem Transponder (einem elektronischen Funk-Kommunikationsgerät) ausgerüstet ist, erhält einen eigenen Call Sign.  Dieser ermöglicht es Skyguide und Apron Control, Fahrzeuge schnell und eindeutig einer Organisation oder Funktion zuzuordnen.

Mehr als nur ein Name

Die Wahl der Call Signs ist alles andere als zufällig. Sie müssen gut verständlich, klar aussprechbar und unverwechselbar sein. Begriffe aus dem internationalen ICAO-Alphabet wie «Charlie» oder «Zulu» sind deshalb bewusst ausgeschlossen, um Verwechslungen im Funkverkehr zu vermeiden. Stattdessen orientieren sich die Namen an Bereichen und Aufgaben innerhalb des Flughafens, oft mit einer symbolischen oder anekdotischen Verbindung. Ein paar Beispiele: 
Der Call Sign «Diana» gehört den Fahrzeugen der Wildhüter der Abteilung Wildtiermanagement. Namensgeberin war hier die römische Göttin der Jagd. «Florian» wird für Einsatzfahrzeuge von Schutz & Rettung Zürich verwendet und ist als klassischer Rufname für Feuerwehr- und Rettungsdienste etabliert. Der Name stammt vom heiligen Florian, dem Schutzpatron der Feuerwehr. Auch für die Einsatzfahrzeuge von Airport Authority namens «Gusti» stand eine Persönlichkeit als Namenspatron bereit – laut Insidern soll einer der ersten Mitarbeitenden der Airport Authority mit Vornamen «Gustav» geheissen haben. 

Struktur bis ins Detail: Vom Vorschlag zum Call Sign

Neue Funkrufnamen entstehen nicht spontan. Sie werden bei der Airport Authority beantragt und anschliessend gemeinsam mit Flight Operations, Communication Technology und den Verantwortlichen bei Sky Guide und Apron Control geprüft. Erst wenn alle Anforderungen erfüllt sind, wird ein Call Sign offiziell eingeführt. 
Innerhalb eines Funkrufnamens werden die einzelnen Fahrzeuge zusätzlich nummeriert. So wird aus «Gusti» beispielsweise «Gusti 1», «Gusti 2» oder «Gusti 3». Diese Nummern werden zentral vom Fahrzeugcenter der Flughafen Zürich AG vergeben und verwaltet. Auch dabei gibt es klare Regeln: Zahlen, die den Runway-Bezeichnungen des Flughafens entsprechen, dürfen nicht verwendet werden – ebenfalls, um Missverständnisse zu vermeiden.

Florian, Gusti, Zebra

Florian von Schutz & Rettung Zürich
Gusti von Airport Authority
Zebra von Apron Service

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Funkrufnamen der Fahrzeuge und ihre Einsatzbereiche

Argus: Medienstelle & Visitor Services 
Diana: Wildhut
Doris: Lärmmessung
Eisbär: Deicing
Eugen: Elektrounterhalt
Fabian: Fahrzeugcenter
Florian: Schutz und Rettung
Gala: Fahrzeuge Airfield Maintenance bis 5 Tonnen 
Guido: Skyguide
Gusti: Airport Authority
Kondor: Fahrzeuge Airfield Maintenance PKW 
Orion: Ramp Safety
Riva: Flughafenpolizei
Simon: Safety / Security
Ursula: Bausicherheit
Viktor: Airfield Maintenance Fahrzeuge über 5 Tonnen 
Zebra:  Apron Service