Natur-, Arten- und Landschaftsschutz

Ökologisch wertvolle Lebensräume, Naherholung und Hochwasserschutz – die Aufwertung der Glatt auf der Westseite des Flughafens bietet grosse Chancen.

Bereits zwischen Juli 2012 und Juli 2014 hatte der Kanton Zürich das Konzept "Landschaftsentwicklung Glattraum Rümlang/Oberglatt" erarbeitet. Die Flughafen Zürich AG hat im Frühjahr 2017 die damals zwischenzeitlich sistierten Planungsarbeiten mit Zustimmung und unter Beteiligung des Kantons wiederaufgenommen. Die Umwelt- und Naturschutzgesetzgebung verpflichtet die Flughafen Zürich AG, die bei ihren Bauvorhaben beanspruchten, schützenswerten Lebensräume mit ökologischen Ersatzmassnahmen zu kompensieren. Anstatt durch unzählige kleine Projekte kann mit der Aufwertung der Glatt Ersatz für mehrere aktuelle und künftige Bauprojekte geleistet werden. Im Gegensatz zu den kleinen Ersatzprojekten ist damit ein zusammenhängendes Projekt möglich, das neben dem Natur- und Artenschutz auch dem Landschaftsschutz dient. Der Glattraum wird so zu einem für die Bevölkerung attraktiven, grossräumigen Erholungsraum.

Um einen Ausgleich der vielfältigen, teils divergierenden Interessen zu schaffen, wurden Standortgemeinden, Grundeigentümer, Bewirtschafter oder Verbände in die Erarbeitung des Projekts miteinbezogen. In zahlreichen Treffen fand ein gezielter Austausch statt, dessen Erkenntnisse in das Projekt eingeflossen sind. Das Resultat wurde Ende November 2018 anlässlich einer Abschlussveranstaltung allen Beteiligten präsentiert.

Die Aufwertung des Glattraums wurde als Gesamtkonzept erarbeitet und bezieht sich auf den kompletten Flussabschnitt entlang des Flughafens zwischen Opfikon und Oberglatt. Gegenstand des von der Flughafen Zürich AG im Dezember 2018 beim Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) eingereichten Plangenehmigungsgesuchs ist jedoch nur der südliche Teil zwischen Tolwäng und Fromatt. Zwischen 13. März und 14. April 2019 lag es öffentlich auf und die Plangenehmigung wird Ende 2021 erwartet.  Der nördliche Teil wird erst weiterverfolgt, wenn der politische Entscheid über eine Pistenverlängerung gefallen ist (Abschnitt C). Der Bereich des nationalen Auenschutzgebiets (Abschnitt D) wird durch die entsprechende Planung des Kantons Zürich bestimmt.

Daten
Länge 3250 m
Breite 50 bis 170 m
Fläche 31.3 ha
Bauzeit ca. 3 Jahre