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Natürliche Glatt –Gewinn für Artenvielfalt und Naherholung

Revitalisierung der Glatt im Abschnitt Opfikon bis Rümlang.

Vom begradigten zum naturnahen Flusslauf

Als gerader Strich in der Landschaft fliesst die Glatt auf der Westseite des Flughafengeländes entlang. Im Zuge der Glattkorrektionen vor 150 Jahren wurde das Flussbett abgesenkt und kanalisiert. Mit der Revitalisierung im Abschnitt Opfikon bis Rümlang wird wieder ein naturnaher Flusslauf entstehen, dem künftig fast die doppelte Fläche an Gewässerraum zur Verfügung steht, was einen Gewinn für die Artenvielfalt von Flora und Fauna bedeutet. Gleichzeitig wird auch das Naherholungsgebiet aufgewertet: Neben Plätzen zum Verweilen lädt der neue Glattraum mit spannenden Einblicken in die Natur und deren Entwicklung auch zum Entdecken und Erleben ein.  

Das Projekt als ökologische Ersatzmassnahme  

Die Flughafen Zürich AG muss ökologische Ersatzmassnahmen leisten, um die bei ihren Bauvorhaben beanspruchten, schützenswerten Lebensräume zu kompensieren. Mit der Glattrevitalisierung kommt ein Projekt zur Umsetzung, das in unmittelbarer Nachbarschaft des Flughafens liegt und damit auch ökologische Defizite vor Ort ausgleicht. Die Flughafen Zürich AG investiert 50 Millionen Franken in dieses Projekt. 
 
Das Revitalisierungsprojekt beansprucht landwirtschaftliche Nutzflächen. Der erforderliche Bodenabtrag soll für eine Bodenaufwertung zu Fruchtfolgeflächen im Furttal verwendet werden. 

Das Projekt in Zahlen:

Länge 3'250 m
Breite Gewässerraum 50 bis 170 m
Fläche 31.3 ha
Vegetation

950 neue Bäume
100 seltene Pflanzen

Baukosten 50 Mio. CHF

Bauabschnitte

Bauabschnitte Glatt Revitalisierung

PFAS-Belastung im Projektgebiet

Aufgrund der aktuellen schweizweiten Diskussion über PFAS wurden systematisch Bodenproben in dem Projektgebiet durchgeführt. Dabei zeigte sich, dass landwirtschaftlich genutzte Böden und Glattuferböschungen mit PFAS belastet sind. Die Werte variieren je nach Nähe zum Wasser und früherer Bewirtschaftung.

Die betroffenen Flächen der Glattrevitalisierung liegen ausserhalb des Flughafenperimeters. Es handelt sich um Flächen, die bisher überwiegend landwirtschaftlich genutzt wurden. Die Bauarbeiten am ersten Abschnitt im Gebiet Eichhof zwischen der Neuen Rohrstrasse und dem Zufluss des Rümelbachs laufen seit April 2025. Die Belastungen sind hier überwiegend gering, sodass eine Verwertung des Bodens möglich sein sollte. Die Flughafen Zürich AG baut diesen Abschnitt bis Ende 2026 fertig.

Rechtlich ist derzeit unklar, wie mit PFAS-belastetem Boden umzugehen ist. Die Böden in den Bauabschnitten 2 und 3 weisen PFAS-Belastungen auf, die momentan bei einer Entsorgung als Sonderabfall zu klassieren wären, was enorme Kosten verursachen würde. Aufgrund dieser ungeklärten Gesetzeslage hat die Flughafen Zürich AG beschlossen, über die weiteren Projektabschnitte erst zu entscheiden, wenn klare gesetzliche Rahmenbedingungen vorliegen, wie künftig mit PFAS belastetem Boden umzugehen ist. 

Nähere Informationen zur Projektverzögerung können der offiziellen Medienmitteilung entnommen werden.

Kontakt

Haben Sie Fragen, Anregungen oder Feedback zum Projekt? Wenden Sie sich gerne an:

  • glatt@zurich-airport.com