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Sachplan Infrastruktur Luftfahrt


Sachplan Infrastruktur Luftfahrt (SIL) Flughafen Zürich

Der Sachplan Infrastruktur der Luftfahrt (SIL) ist das langfristige Planungs- und Koordinationsinstrument des Bundes für die zivile Luftfahrt. Mit dem Objektblatt für den Flughafen Zürich wird der langfristige Rahmen für Betrieb und Infrastruktur festgelegt.

SIL
Luftaufnahme des Flughafens

Das SIL-Objektblatt ist die Grundlage für die Genehmigung des Betriebsreglements sowie für die Bewilligung von Infrastrukturanlagen und soll sowohl für die Region als auch für die Flughafen Zürich AG und die Flughafennutzer zur Rechts- und Planungssicherheit beitragen. Aus der Sicht der Flughafen Zürich AG löst der vorliegende Entwurf des SIL-Objektblatts wichtige heutige Probleme. Es berücksichtigt hingegen langfristige Entwicklungsmöglichkeiten für den Flughafen Zürich nicht.

Flughafen Zürich AG CEO Stephan Widrig äussert sich zum SIL

Der Chief Executive Officer der Flughafen Zürich AG Stephan Widrig beantwortet im Video unter anderem Fragen zur zunehmenden Nachfrage nach Luftverkehr, zu der fehlenden langfristige Perspektive im SIL Entwurf sowie zur langfristigen Strategie für den Flughafen Zürich.

Stephan Widrig im Interview

Flughafen Zürich AG COO Stefan Conrad über die im SIL 2 vorgesehenen Anpassungen

Der Chief Operations Officer der Flughafen Zürich AG Stefan Conrad über die wichtigsten Elemente des SIL 2, das neue Bisenkonzept mit Südstart Straight sowie Pistenveränderungen.

Stefan Conrad im Interview

Fragen & Antworten rund um den SIL 2


Frage: Sind Sie zufrieden mit dem SIL-Objektblatt, welches jetzt in die Auflage geht?

Antwort: Das aktualisierte Objektblatt löst wichtige heutige Probleme und schafft raumplanerische Grundlagen für die Umsetzung wichtiger zusätzlicher Massnahmen aus der Sicherheitsüberprüfung. Das begrüssen wir. Es berücksichtigt hingegen eine langfristige Entwicklung nicht, der SIL als Planungsinstrument sollte eigentlich Entwicklungsmöglichkeiten für die nächsten 20 Jahre aufzeigen. Der Bundesrat betrachtet im LUPO die begrenzte Infrastruktur für den Linien- und Charterverkehr als die grösste Herausforderung für die Zukunft. Das Objektblatt zeigt aber keine Lösungen auf, wie die prognostizierte Nachfrage nach Luftverkehr langfristig abgewickelt werden soll. Das schafft Unsicherheit für die Bevölkerung und verunmöglicht es der Flughafenbetreiberin, langfristig einen qualitativ hochstehenden Flugbetrieb sicherstellen zu können.

Frage: Warum musste das SIL-Objektblatt Flughafen Zürich aktualisiert werden?
Antwort: Das Objektblatt musste aktualisiert werden, um die Grundlagen für die Umsetzung  zusätzlicher Massnahmen aus der Sicherheitsüberprüfung von 2012 zu schaffen. Das beinhaltet hauptsächlich eine Reduktion der Komplexität und damit eine Steigerung der Sicherheitsmarge. Zudem haben steigende Anforderungen an die Sicherheit dazu geführt, dass die Kapazitäten im Flugbetrieb in den vergangenen Jahren schrittweise reduziert wurden. Mit den Grundlagen im SIL-Objektblatt werden nun die Voraussetzungen geschaffen, dass die Sicherheitsmarge weiter gesteigert werden kann und die verloren gegangenen Kapazitäten wieder gewonnen beziehungsweise wieder mindestens auf das ursprüngliche Niveau gehoben werden können.

Frage: Welche Anpassungen sind im SIL-Objektblatt vorgesehen?
Antwort: Die erste für den Flughafen Zürich überaus wichtige Anpassung betrifft die Änderung des Bisenkonzepts. Im Bericht über die Sicherheitsüberprüfung im Jahr 2012 wurde die Anpassung des Betriebskonzepts bei Bise und Nebel als eine wichtige Massnahme zur Verbesserung der Sicherheit aufgeführt. Das heutige Bisenkonzept ist das Konzept mit der höchsten Komplexität, weil sich die Abflugwege von in Richtung Kloten startenden Flugzeugen mit den Routen allfällige durchstartender Flugzeuge mehrmals kreuzen. Die im SIL-Objektblatt vorgesehenen Südstarts geradeaus bei Bise oder Nebel sind für einen sicheren Betrieb am Flughafen Zürich begrüssenswert.
Ebenfalls begrüssenswert sind die vorgesehenen Änderungen zur Optimierung des Nordkonzepts: Die Auffächerung der Weststarts auf Piste 28 und die erweiterte Linkskurve nach dem Start auf Piste 16 sorgen für einen sichereren Flugbetrieb, reduzieren gleichzeitig die Komplexität und stellen einen Teil der über die letzten Jahre verlorenen Kapazität wieder her.

Frage: Im SIL-Objektblatt sind Pistenverlängerungen vorgesehen. Warum?
Antwort: Für eine allfällige Umsetzung des Staatsvertrags sind die Pistenverlängerungen zwingend nötig. Betrieblich würden sie so oder so Sinn machen. Langstreckenmaschinen können auf der heute kürzesten Piste 28 nicht bei allen Wetterbedingungen landen. Eine Verlängerung würde das Ostkonzept stabiler gestalten und dadurch die Komplexität reduzieren. Über eine Verlängerung der Pisten entscheidet aber schlussendlich die Zürcher Stimmbevölkerung.

Frage: Wie geht’s jetzt weiter?
Antwort: Das SIL-Objektblatt schafft die Grundlagen für die Ausarbeitung eines Gesuchs für die Anpassung des Betriebsreglements. Gemäss Flughafengesetz können Gesuche für Änderungen des Betriebsreglements mit wesentlichen Auswirkungen auf die Fluglärmbelastung nur mit Zustimmung des Zürcher Regierungsrates beim Bund eingereicht werden.

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