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17.06.2013

Mit eingeschränkter Mobilität mobil unterwegs

Careport ist am Flughafen Zürich der Freund und Helfer. Täglich ermöglichen die engagierten Mitarbeiter, dass über 400 Passagiere mit eingeschränkter Mobilität sicher verreisen können.

Frau Müller ist 75 Jahre alt, hat zwei Söhne und ist schlecht zu Fuss unterwegs. Zuhause geht sie nie ohne ihren Rollator aus dem Haus. Heute aber fliegt sie um 12:50 Uhr nach Chicago und das ganz alleine ohne ihr Wägeli. Dort besucht sie ihren ausgewanderten Sohn. Nervös hat Frau Müller ihren Koffer gepackt und ist zwei Stunden vor Abflug mit dem Zug am Flughafen Zürich eingetroffen. Etwas unbeholfen steigt sie aus und sucht sich ihren Weg zum Abflug. Ihr Sohn hat bereits bei der Buchung Betreuung für sie angefordert und ihr versichert, dass sie nur das Rollstuhlzeichen finden müsse. Unsicher folgt sie dem Strom der Leute und erreicht die obere Ebene. Das war ja ganz einfach. Einen Schritt weg von der Treppe und sie erblickt das Logo. Erleichterung macht sich breit. Sie geht langsamen Schrittes zum Warteraum, den das Logo schmückt. Auf der Telefonsäule drückt sie auf den blau umrundeten Knopf. Ein paar Sekunden später meldet sich eine freundliche Männerstimme. Nachdem sie die Abholzeit vereinbart haben, kann sich Frau Müller entspannen, denn jetzt wird sie bis auf ihren Flugzeugsitz begleitet und muss sich keine Sorgen mehr machen. Zufrieden und voller Vorfreude sitzt die Dame eine Stunde später als erste im Flieger – ready for take off!

Über 100‘000 Passagiere waren im vergangen Jahr wie Frau Müller auf Hilfe angewiesen und sassen wie sie am Ende zufrieden im Flugzeug. Egal ob ein Passagier auf einen Rollstuhl angewiesen ist, Seh- oder Hörschwierigkeiten hat oder sich wegen seines Alters schwer am Flughafen zurecht findet, das Betreuungspersonal hilft. Mobilitätseinschränkungen sollen kein Grund sein, nicht verreisen zu können. Jeder hat Anspruch auf Ferien und keinem darf dieser Anspruch verwehrt werden – so lautet die Devise am Flughafen Zürich. Die Passagiere mit eingeschränkter Mobilität werden abgeholt und bis zu ihrem Flugzeugsitz begleitet oder im Transit von einem Sitz zum nächsten gebracht. Careport AG, der Freund und Helfer, übernimmt am Flughafen Zürich diese Aufgabe.

Jeden Tag was Gutes tun
Im Jahr 2009 erhielt Careport AG vom Flughafen Zürich den Auftrag, Passagiere mit eingeschränkter Mobilität zu befördern. Dazu gehören Passagiere im Rollstuhl, mit Hör- und Sehschwierigkeiten sowie ältere Passagiere. “Zuerst oblag die Verantwortung den Airlines, aufgrund einer EU-Verordnung ging diese auf die Flughafenbetreiber über”, erklärt Hanspeter Spänhauer, Auftraggeber der Careport. Heutzutage müsse jeder Flughafen Dienstleistungen für Passagiere mit eingeschränkter Mobilität anbieten. Ein Solidarbeitrag, der bei allen Reisenden erhoben wird, deckt die Kosten.

Im Namen des Flughafens stellt Careport heute durchschnittlich 40 Betreuungsmitarbeiter pro Schicht, die fast 400 Einsätze täglich leisten. Engagiert und gut ausgebildet sind die total 190 Mitarbeitenden Tag für Tag im Einsatz. Sie ermöglichen, dass mobilitätseingeschränkte Passagiere sicher ihren Weg ans Ziel finden. “Es fühlt sich gut an, sich sozial zu betätigen”, meint ein Mitarbeiter. Abends lege er sich schlafen wohl wissend, dass er was Gutes geleistet habe.

Mobilitätsbedürfnis nimmt zu
Das Jahr 2012 war mit 118′000 Passagieren, die Hilfe forderten, ein Rekordjahr für Careport. Und die Zahlen steigen weiter. “Das Mobilitätsbedürfnis von Passagieren mit eingeschränkter Mobilität hat zugenommen”, erklärt Spänhauer. Dazu hätten auch spezialisierte Reiseveranstalter beigetragen sowie die Globalisierung. “Viele wandern heute aus.” Mit dem Careport-Service am Flughafen sei es möglich, dass mobilitätseingeschränkte Passagiere wie Frau Müller problemlos ihre Verwandten im Ausland besuchen oder Reisen bis auf die Galapagos-Inseln unternehmen können. “Der Flughafen Zürich unterstützt alle Passagiere, die trotz ihrer eingeschränkten Mobilität unterwegs sind.”

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