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05.07.2017

5 Fragen an Andrea Moor

Diese Rubrik befragt eine Persönlichkeit, die am Flughafen Zürich etwas bewegt. Heute antwortet Andrea Moor, Dienstchefin der Zollverwaltung am Flughafen Zürich.

Was sind Ihre Aufgaben als Dienstchefin der Zollverwaltung?
Zurzeit bin ich im Backoffice tätig. Ich betreue unter anderem das Kassenwesen, kümmere mich um Beschwerden, bearbeite Strafdossiers und unterstütze meine Mitarbeitenden in der Abteilung Reiseverkehr. Ab und zu findet man mich auch an der Front. Das bedeutet, dass ich im Passagierbereich Reisende und ihre Gepäckstücke kontrolliere – zum Beispiel, um den Schmuggel verbotener Waren zu bekämpfen.

Was beschlagnahmen Sie zurzeit besonders häufig?
Im Moment sind viele Zigaretten-Schmuggler unterwegs, die jeweils ganze Koffer voller Zigarettenpäckchen und -stangen mitführen. Ausserdem gibt es viele Amerika-Reisende, die ihre zollpflichtigen Einkäufe aus Übersee nicht anmelden. Weiter finden wir sehr oft Fleisch aus Drittstaaten, das aufgrund des Tierseuchengesetzes nicht in die Schweiz eingeführt werden darf.

Was war das Aussergewöhnlichste, das Sie je in einem Gepäckstück gefunden haben?
Ein Koffer, der 2014 von Istanbul im Transit nach Honkong unterwegs war, ist am Flughafen Zürich gestrandet. Der gesamte Koffer war voll mit zusammengerollten Reptilienhäuten von Alligatoren, Krokodilen und Schlangen. Ich glaube, das war mein aussergewöhnlichster Fall. Vor meiner Zeit gab es aber noch spektakulärere Fälle: Ein Reisender wollte Eier einer geschützten Papageienart in seiner Unterhose in die Schweiz schmuggeln. Ein anderer hatte sich unzählige Päckchen Betäubungsmittel auf die Glatze geklebt und trug darüber ein Toupet.

Was dürfen Flugreisende in die Schweiz einführen, ohne Zollgebühren bezahlen zu müssen?
Die Wertfreigrenze bei der Mehrwertsteuer liegt bei CHF 300.–. Kauft jemand für mehr als CHF 300.– im Ausland ein, muss sie oder er das beim Zoll anmelden und auf den gesamten Warenwert acht beziehungsweise zweieinhalb Prozent Mehrwertsteuer bezahlen. Bei gewissen Waren wie alkoholischen Getränken und Tabakfabrikaten gelten zudem Sonderregelungen.

Was gefällt Ihnen an Ihrer Arbeit am Flughafen Zürich besonders?
Meine Arbeit ist sehr vielseitig. Ich weiss am Morgen nie, was der Tag mit sich bringt. Auch die Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Menschen gefällt mir sehr – und natürlich die Flughafen-Atmosphäre. Seit sieben Jahren arbeite ich nun am Flughafen und jeden Tag freue ich mich aufs Neue auf die tolle Stimmung, die gut gelaunten Passagiere und Mitarbeitenden.

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